..Info Projekt

Hai Begegnung und Forschung im Toggenburg

Vor etwas mehr als 8 Jahren kamen 2 kleine, völlig verwahrloste Weisspitzen-Riffhaie aus einer privaten Aquariumhaltung ins Toggenburg zum Zoofach-geschäft Rüegg. Eigentlich sind die Rüeggs gegen private Haltung solcher Tiere, sie hatten aber Mitleid mit ihnen und liessen sich für die Aufnahme bei sich überreden. Dank der fürsorglichen Pflege und der enormen Zuneigung der Pfleger erholte sich das Paar nach einer gewissen Zeit. Mittlerweile haben sie eine Körperlänge von ca. 80-100cm, sie sind gesund und munter.

Doch sie sind leider schrittweise aus dem bestehenden Aquarium gewachsen. Kann das neue Aquarium nicht realisiert werden, würden die Haie von den Behörden „anderweitig platziert“, was in etwa gleichbedeutend ist mit „Knüppel über den Kopf, entsorgen, Problem gelöst“.



Auswilderung
Die Möglichkeit des Auswilderns wurde auch sorgfältig überlegt. Dagegen sprechen jedoch 4 Gründe:

Transport;
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere einen entsprechenden Transport überleben würden, ist sehr gering.
Legalität;
Der zweite Grund ist der, dass das Auswildern von Tieren, insbesondere von solchen Arten, schlichtweg verboten ist.
Futterbeschaffung;
Dürfte man auswildern und würden die Tiere den Transport überleben, bleibt immer noch der dritte Grund: Die Tiere sind nicht mehr daran gewöhnt, dass sie nur durch Jagen zu ihrem Futter kommen. In der Wildnis gibt es höchst selten Tierpfleger, welche regelmässig Futter ins Wasser werfen. Auch ist nicht gewährleistet, dass an dem Ort wo man die Tiere aussetzen könnte, ihnen bekanntes Futter vorkommt. Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr gross, dass die Tiere verhungern würden.
Gesundheit;
Heute leben die Tiere in einem Becken, dessen Wasserqualität und Reinheit sehr genau kontrolliert und reguliert wird. Die Gefahr, dass die Tiere in der Wildnis erkranken, wäre also sehr gross.

Auswildern kann somit in keinem Fall die Lösung sein, bleibt also nur das grosse Aquarium.

22'000 Liter für Deyla und Bruce
Eine intensive Planung wurde von ausgewiesenen Spezialisten in Angriff genommen, das neue Aquarium kann gebaut werden. Es wird inhaltlich das Doppelte über der vorgeschriebenen Grösse sein, und somit den - mittlerweile auch getauften - Haien Bruce und Deyla ein artgerechtes Zuhause bieten.



Einmalige Chance
Mit Deyla und Bruce haben wir in der Ostschweiz eine einmalige Chance, zwei uns ans Herz gewachsenen Haien hautnah zu begegnen. Sie werden unter anderem von sehr vielen Schulen besucht, was ermöglicht, dass viele Kinder lebende Haie beobachten können. Ein Erlebnis, welches für die meisten Menschen nie möglich sein wird. Die „nächste Generation“ kann somit sehen, dass Haie nicht die mörderischen Bestien sind, wie sie leider von einem Grossteil der Bevölkerung noch immer dargestellt werden. Sie werden viel weniger Angst vor ihnen haben, wenn überhaupt. Diese Kinder werden viel eher bereit sein, Haie aktiv zu schützen.
Wir von Shark-World, werden rechtzeitig zur Fertigstellung der neuen Anlage, Informations-material bereithalten und für Schulklassen, Studenten sowie Haifreunde spezielle Vorträge vor Ort durchführen.

Forschung mit den beiden Haien
Die heutige Haiforschung befasst sich vorwiegend mit dem Verhalten der Tiere, insbesondere bei der Interaktion Hai-Mensch. Es gilt dabei das Verhalten der Tiere nachweislich zu ergründen.
Zurzeit wird überlegt, wie Deyla und Bruce in laufende oder geplante Forschungsarbeiten integriert werden können.

Helfen Sie Deyla und Bruce in Zusammenarbeit mit Shark-World. Denn die Beiden sind noch Haikinder, welche mit Ihrer und unserer Unterstützung noch ein langes Leben vor sich haben. Herzlichen Dank!

Ihr Shark-World Team

Info-Kontakt: dani.oettli@shark-world.org


(C) 2004 - Alle Rechte vorhehalten

Diese Seite drucken